Dürremonitor

Am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) wurde der Dürremonitor entwickelt, der täglich flächendeckende Informationen zum Bodenfeuchtezustand in Deutschland liefert.Dürre bezeichnet die Abweichung der Bodenfeuchte vom langjährigen Zustand im jeweiligen Monat (statistischer Vergleich mit dem Zeitraum 1951-2015), keine absolute Trockenheit. Die Bodenfeuchte wird in Abhängigkeit von der tatsächlichen Bodenart über den gesamten Bodenhorizont (in Deutschland im Mittel 1.80m mächtig) und für die obersten 25cm berechnet. Grundlage sind Simulationen mit dem am UFZ entwickeltem mesoskaligem hydrologischen Modell mHM.

Interaktive Karte

Was zeigt der Dürremonitor an?

In der Karte auf dieser Seite sind die Dürrewerte der letzten zwei Wochen dargestellt (mit zwei Tagen Verzögerung). Die Klassifizierung der Trockenheit erfolgt auf Basis des Bodenfeuchteindex (SMI). Dieser basiert auf der Bodenfeuchteverteilung über einen 65-jährigen Zeitraum seit 1951. Ein Wert von 0.3 (ungewöhnliche Trockenheit) bedeutet, dass die aktuelle Bodenfeuchte so niedrig wie in 30% der Fälle von 1951-2015 ist. Genauso bedeutet ein SMI von 0.02 (außergewöhnliche Dürre), dass der Wert nur in 2% der langjährigen Simulationswerte unterschritten wird.Auf der Karte "Oberboden" wird jeweils der Bodenfeuchteindex des Oberbodens bis 25 cm Tiefe in 5 Trockenklassen dargestellt. Auf der Karte "Gesamtboden" (auswählbar über den Button oben rechts) wird jeweils der Bodenfeuchteindex bis zu einer Tiefe von ca. 1.80 Meter in 5 Trockenklassen dargestellt. Die tatsächliche Bodentiefe variiert in Deutschland stark und wird im Modell mHM aus der Bodenübersichtskarte hergeleitet.
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Zuletzt aktualisiert am: 19.05.2022